Dieser kurze Einleitungssatz steht links oben auf den Postkarten und lädt ein zum Erzählen. Die Postkarten haben wir letztes Jahr im Sommer verteilt.

„Wir“, das sind Emily Kampmann und Vera Nölke. Wir waren im Sommer 2019 FSJ-lerinnen bei der Urlauberseelsorge und haben die Postkartenaktion ins Leben gerufen.

Und das kam so:

Nach den Veranstaltungen kamen wir mit Besuchern und Urlauberinnen ins Gespräch. Sie erzählten uns, dass sie schon jahrelang zur Gute-Nacht-Geschichte kommen. Mit ihren Kindern, teilweise heute auch schon mit ihren Enkelkindern, darf die Gute-Nacht-Geschichte im Urlaub nicht fehlen. Die Veranstaltung ist zu einer Tradition geworden.

Auch nach den Familiengottesdiensten wurden Emily und ich angesprochen. Vor uns stand ein Ehepaar mit leuchtenden Augen. Sie berichteten von ihrer Mitarbeit vor über 40 Jahren.

Diese Geschichten und was die unterschiedlichsten Menschen mit der Urlauberseelsorge verbinden, wollten wir sichtbar werden lassen. Da ist die Idee mit den Postkarten entstanden: wir machen Postkarten und verteilen sie an die TeilnehmerInnen unserer Veranstaltungen. Sie können die Postkarten, wenn sie wieder zuhause sind, mit ihren Erinnerungen und Erlebnissen an Angelika, die Leiterin der Urlauberseelsorge, schicken.

 

Für die Vorderseite haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht.

Wir haben die Kinder dazu eingeladen, Bilder zu malen. Wie sehen die Kinder uns, was ist den kleinen BesucherInnen unserer Veranstaltungen wichtig? Dabei haben wir viele tolle Kunstwerke von kleinen Künstlerinnen und Künstlern zurückbekommen, die ihre Sichtweise auf „die im roten T-shirt“ gemalt haben.

Diese sowie weitere Bilder haben wir in Postkarten verarbeitet. Auf der einen Seite ist ein Bild. Auf der Rückseite ist Platz für einen persönlichen Text, für die Erinnerungen und die schönen Momente – für „50 Jahre mein Erleben“. Daneben steht die Adresse der Urlauberseelsorge.

Viele Postkarten sind seit September bei uns angekommen. Wir haben uns jedes Mal gefreut.

Mittlerweile haben sie einen Platz im Flur der Urlauberseelsorge, direkt neben der Eingangstür. Wer die Räume der Urlauberseelsorge betritt oder verlässt, sieht die vielen handgeschriebenen Postkarten voller Erinnerungen, Dankeschöns und Freuden.